Die "Klasse Michael Reisch" im Fachgebiet Malerei/Bildende Kunst existiert seit März 2012 und organisiert sich um das offene Kolloquium (jeweils Mittwochs 10-13:00 Alanus Hochschule, Campus 1, Atelier 2).
Hier trifft sich der feste Kern der Studierenden/Gäste/Lehrende zur Bildbesprechung, Diskussion etc., regelmäßige Gäste aus dem Kunstbetrieb, der Philosophie, Theorie etc.

Sinn und Ziel der Arbeit im Atelier ist die Entwicklung einer eigenständigen, zeitgemäßen und substantiellen künstlerischen Ausdrucksform und Bildsprache, und damit einhergehend die Heranführung an eine selbstbewusste und reflektierte Positionierung im Kontext zeitgenössischer bildender Kunst.

Die Arbeit im Atelier ist grundsätzlich frei und selbstbestimmt, und von Anfang an auf die Entfaltung der eigenen, freien künstlerischen Arbeit hin orientiert. Die Studierenden werden darin gefördert, eigenständige Ansätze, Konzepte, und Arbeitsweisen zu entwickeln, und diese in einer zeitgemäßen Formsprache umzusetzen und zu verbildlichen. Dies wird zentriert und begleitet im offenen Kolloquium (wöchentlich), das den Kern der Klasse bildet; sowie darüberhinaus vorbereitet und unterstützt durch Vermittlung technischer, ästhetischer und theoretischer Grundlagen (in Form von Workshops etc.).

Teil des Selbstverständnisses des Ateliers ist die kritische Reflexion praktischer und theoretischer Fragestellungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst, und speziell der Malerei, Zeichnung und Neuen Medien in Gegenwart und Kunstgeschichte; sowie darüber hinaus die offene Diskussion gesamtgesellschaftlicher Themen und Ihrer möglichen Einbettung in die zeitgenössische künstlerische Praxis und umgekehrt.
Neben der Entwicklung und Realisierung eigenständiger künstlerischer Arbeiten spielt die Vermittlung der eigenen Arbeit in Form von Ausstellung und Präsentation im Kunst und- gesamtgesellschaftlichen Kontext eine weitere zentrale Rolle. Kritische Hinterfragung und Reflexion zeitgenössischer Ausstellungspraxis und Vermittlungsstrategien.

Regelmäßige interne Semesterausstellungen und- Präsentationen bieten im geschützten Rahmen der Hochschule eine Möglichkeit, die eigene Arbeit auszuformulieren und zu fokussieren, öffentliche Hochschulausstellungen sowie Ausstellungen in überregionalen Ausstellungsräumen und Institutionen ermöglichen erste Schritte in die Öffentlichkeit. Regelmäßige Besuche von Künstlern, Kuratoren, Kritikern und weiteren Beteiligten/Professionellen des Kunstbetriebs sind ein wichtiger Bestandteil des Angebots, ebenso Ausstellungsbesuche und Exkursionen.
Das Atelier versteht sich als medienübergreifend, die Arbeit im Atelier ist frei und beinhaltet alle denkbaren Medien und künstlerischen Ausdrucksformen, wobei ein Schwerpunkt bei den „digitalen Medien“ Fotografie, Video, Computer liegt. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Grenzbereiche, Überschneidungen und Mischformen der „neuen“ zu den „traditionellen“ Medien, Malerei, Zeichnung, und Skulptur von Interesse. Dies gilt sowohl im Gebrauch als Einzelmedium, als auch in installativem und multimedialem Arbeiten.
Das Atelier ist im Hochschulkontext an einem bereichernden, interdisziplinären Austausch der verschiedenen Fachrichtungen interessiert. Das Atelier definiert sich durch Vielfalt in Denken und Handeln, und Vielfalt in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. MR 4/2013